Heilzentrum Aanakasaap Illua

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Grossen Berg, Qaqqarsuaq | Foto: Sven Nieder

Begehung mit Architekten auf dem grossen Berg Qaqqarsuaq. Hier wird das Heilzentrum Aanakasaap Illua entstehen.

HEILUNG DER NATIONEN

Grönland kämpft mit einer der höchsten Selbstmordraten weltweit und einer Suchtproblematik in der Bevölkerung. Diese Problematik hat ihre Wurzeln in der Zeit der dänischen Kolonisation. Hier begann die Entwurzelung einer ganzen Nation. Aanakasaap Illua („Großmutters Zuhause“, benannt nach Angaangaqs Großmutter Aanakasaa) will den Menschen ihr altes Heilwissen, ihre Traditionen, ihre Zeremonien wieder zugänglich machen.

Aanakasaap Illua hat jedoch viel mehr zu bieten als die grönländische Perspektive: Entwurzelung und Traumatisierung aufgrund von Kriegen sowie sexuellem, physischem und emotionalem Missbrauch und ein Zusammenprall der Kulturen kommen auf der ganzen Welt vor. Notwendig ist die Heilung ihrer universellen Folgen: Suchterkrankungen und affektive Störungen, Suizidalität, posttraumatische Belastungsstörungen und ein Verlust des traditionellen sozialen Zusammenhalts.

So wird Aanakasaap Illua in seiner ursprünglichen Umgebung Patienten aus der ganzen Welt willkommen heißen. Es wird ihnen helfen, ihr inneres Gleichgewicht zu finden und aufrecht und kraftvoll zu gehen, wie es ihre Bestimmung ist für alle Zeit. So kann auch das Gleichgewicht in ihren Familien, Gemeinden und Nationen wiederhergestellt werden und Frieden entstehen:

Grönland ist das einzige Land der Welt, in dem Menschen leben und in dem es nie Krieg gegeben hat.

Entwurf Heilzentrum in Grönland | Foto: Sven Nieder

Besprechung erster Entwürfe an der Technischen Universität in München.

Aanakasaap Illua wird neben dem Dorf namens Qaqqarsuaq liegen, in dem die Mitarbeiter und ihre Familien untergebracht werden. Das Gebäude wird in nachhaltiger Weise gebaut und betrieben.

Der Gebäudekomplex beinhaltet neben dem Heilzentrum auch einen landwirtschaftlichen Bereich. Temperaturen bis minus 30°C und herausfordernde Lichtverhältnisse in den dunklen Wintermonaten fordern zu innovativen Lösungen auf. Geplant ist der nachhaltige Anbau von Gemüse in Hydrokulturen im Innenbereich und von Heilpflanzen in der Umgebung, außerdem die Zucht einheimischer Tiere zu Lande und zu Wasser. Aanakasaap Illua wird sich durch den Verkauf landwirtschaftlicher und kunsthandwerklicher Produkte teilweise selbst finanzieren.

Auch ein Hotel für internationale Gäste und für Angehörige wird zur Verfügung stehen. Das Hotel selbst ist ein Ort der Kraft und bietet auch als Seminarhotel Inspiration in traditionellem Heilwissen, Nachhaltigkeit und persönlicher Entwicklung in der unberührten Natur nahe des Großen Eises.

„Das Leben selbst ist eine Zeremonie, es wert, mit einer Zeremonie gefeiert zu werden.“ Aanakasaa

Hier finden sie ein kurzes Interview von DRadio Wissen mit Angaangaq und Prof. Dr Peter Falkai mit dem Titel »Atlernative Therapien – Schamane bringt den Spirit zurück«