{"id":2736,"date":"2009-02-01T20:20:30","date_gmt":"2009-02-01T18:20:30","guid":{"rendered":"http:\/\/icewisdom.org\/de\/?p=2736"},"modified":"2014-02-27T17:57:40","modified_gmt":"2014-02-27T15:57:40","slug":"ein-portraet-des-eskimo-aeltesten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/icewisdom.com\/de\/2009\/02\/01\/ein-portraet-des-eskimo-aeltesten\/","title":{"rendered":"Ein Portr\u00e4t des Eskimo-\u00c4ltesten"},"content":{"rendered":"<p>Angaangaq bezeichnet sich selbst als Eskimo, und als ich ihn das erste Mal sehe, wie er in traditionellem Gewand, mit einem Fell bekleidet, die gro\u00dfe Trommel schl\u00e4gt und dazu mit seiner tiefen Stimme singt, entspricht er genau dem Bild von einem Eskimo, wie ich es aus Kinderb\u00fcchern kenne.<!--more-->Doch wir befinden uns nicht in der Arktis, sondern zu Anfang dieses Jahrtausends in Hannover, wo Politiker wie Ulrich von Weizs\u00e4cker und Umweltaktivisten \u00fcber das Ungleichgewicht des \u00d6kosystems und ihre Folgen f\u00fcr die Menschheit diskutieren. Bewusst hat man Angaangaq als Repr\u00e4sentanten einer indigenen Gruppe eingeladen, da unter dem Eindruck von Klimaver\u00e4nderungen und Artensterben Wissenschaftlern und auch einigen Politikern klar geworden ist, dass traditionelle V\u00f6lker nicht nur \u00dcberbleibsel einer vergangenen Epoche sind, sondern dass ihre Art und Weise, im Einklang mit der Natur zu leben, eine Weisheit beinhaltet, die wir im Fortschrittswahn einer fragw\u00fcrdigen technologischen Entwicklung vergessen haben.<\/p>\n<p><strong>Wanderer zwischen den Welten<\/strong><\/p>\n<p>Sp\u00e4ter, beim Empfang, kommt er auf mich zu: Im schwarzen Anzug, die langen Haare zum strengen Zopf gebunden, erkenne ich ihn kaum wieder. Angaangaq ist ein Wanderer zwischen den Welten, der sich im schwarzen Anzug genauso sicher bewegt wie in der Wildnis, wenn er auf die Jagd geht, wie er mir versichert.<br \/>\nEr spricht leise, aber sehr intensiv mit Menschen, schaut jedem dabei direkt in die Augen und \u2013 so scheint es mir \u2013 auch ins Herz. Denn die jeweilige Person, mit der er spricht, f\u00fchlt sich angesprochen, wird weich, und manchmal versteckt sich eine Tr\u00e4ne in den Augenwinkeln: Erstaunen dar\u00fcber, als einzigartig erkannt zu werden in einer Welt, wo vieles beliebig zu sein scheint. Als wir um Mitternacht herausfinden, dass Angaangaq Geburtstag hat und wir ihn hochleben lassen und singen und tanzen, ist er f\u00fcr viele zum Freund geworden.<br \/>\nNoch eine Weile sp\u00e4ter erz\u00e4hlt er mir von den V\u00f6lkern im hohen Norden \u2013 von der Bedeutung, die sie der Gemeinschaft zumessen, und wie wichtig es sei, in einem gemeinsamen Kreis, wo sich Menschen ins Gesicht sehen und ihre gegenseitige Sch\u00f6nheit wahrnehmen, zusammenkommen, anstatt sich den R\u00fccken zuzukehren und \u00fcber den jeweils Abwesenden zu l\u00e4stern. Auf dem Bahnhof in Hannover habe ihm nicht eine einzige Person in die Augen geschaut und angel\u00e4chelt: Solche K\u00e4lte unterscheide sich sehr von der K\u00e4lte im hohen Norden. Denn das Eis des Nordens sei leicht zu schmelzen. Das habe ihm seine Gro\u00dfmutter demonstriert, indem sie ihre warme Hand auf den gefrorenen Boden legte. Das Eis in den Herzen der Menschen dagegen sei sehr viel schwieriger zu schmelzen, habe sie dann hinzugef\u00fcgt und gel\u00e4chelt.<br \/>\nAufgewachsen ist Angaangaq in Gr\u00f6nland, und damit ist er auch D\u00e4ne. Mir f\u00e4llt erst schwer, das zu begreifen: Dieses riesige Land auf der Nordhalbkugel geh\u00f6rt zum Staat D\u00e4nemark und damit zu Europa? \u00dcberhaupt stelle ich fest, dass mein Wissen \u00fcber Gr\u00f6nland und generell \u00fcber die Arktis sehr beschr\u00e4nkt ist.<br \/>\nAls im 18. Jahrhundert die ersten Missionare, Siedler, Pelzj\u00e4ger und -h\u00e4ndler und Abenteurer in die Arktis kamen, entdeckten die einen ein \u201eprimitives\u201c Volk, das nicht den rechten Glauben hatte und bekehrt -werden musste, und die anderen schleppten es zu V\u00f6lker-schauen durch halb Europa, um die Ureinwohner Gr\u00f6nlands wie exotische Tiere auszustellen.<br \/>\nSo geschehen um 1880, als Zirkusdirektor Hagenbeck mit zwei Eskimo-Familien durch Europa zog, bis schlie\u00dflich alle nacheinander an Pocken verstarben, weil man nicht daran gedacht hatte, sie dagegen zu impfen. Um diese Zeit m\u00fcssen auch die Illustrationen von Eskimos entstanden sein, die ich in meinen Kinderb\u00fcchern entdeckte.<br \/>\nEs gibt sie noch \u2013 die indigenen V\u00f6lker Gr\u00f6nlands: Angaangaq wuchs in der traditionellen Gemeinschaft der Kalaallit Eskimo auf, die auf eine Jahrtausende alte Tradition zur\u00fcckblickt. Auf meine Frage, ob der Name Eskimo nicht diskriminierend sei und ob es nicht politisch korrekter sei, von den Inuit zu sprechen, meint er, dass sei zwar im Prinzip richtig, aber urspr\u00fcnglich seien die Inuit nur ein kleiner Stamm in der gro\u00dfen Gruppe der Eskimo, die als Ethnie die gr\u00f6\u00dfte Landmasse der Erde bewohnen. Und er z\u00e4hlt mir eine Menge fremdl\u00e4ndisch klingender Namen auf: die jeweilige Bezeichnung eines Stamms der Eskimo, die alle eine gemeinsame Sprache sprechen und nicht nur in Gr\u00f6nland, sondern auch in Alaska, in Kanada und in Sibirien zu Hause sind. Der Name Eskimo bedeute \u201eDie, die ihre Nahrung roh zu sich nehmen\u201c, was der Wahrheit entspreche, eine Bezeichnung, die sie urspr\u00fcnglich von ihren Nachbarn, der Cree Nation, bekommen h\u00e4tten und die er pers\u00f6nlich deshalb nicht als diskriminierend empfinde.<br \/>\nWieviele Eskimo denn noch traditionell wie in alten Zeiten leben, will ich von ihm wissen. Nun, gibt er zu: es werden immer weniger, auch deshalb, weil die alten Lebensr\u00e4ume, wo Mensch und Tier gemeinsam miteinander leben konnten, zum gro\u00dfen Teil zerst\u00f6rt sind. Aber das alte spirituelle Wissen der Eskimo kehre ins Bewusstsein der Menschen zur\u00fcck, denn langsam setze sich die Erkenntnis durch, dass die Menschheit mit einer einseitigen technischen Entwicklung, welche die Natur nur als auszubeutende Ressource betrachte, in einer Sackgasse gelandet sei, die letztendlich sogar das \u00dcberleben der Gattung Mensch selbst gef\u00e4hrde.<\/p>\n<p><strong>Politisches Engagement<\/strong><\/p>\n<p>Das beste Beispiel f\u00fcr die R\u00fcckkehr des spirituellen Wissens der traditionellen V\u00f6lker ist er selbst: Er sei zwar noch in einer kleinen, l\u00e4ndlichen Gemeinschaft in Gr\u00f6nland aufgewachsen, wo die Menschen haupts\u00e4chlich von dem lebten, was die Natur zur Verf\u00fcgung stellte, und seine Kindheit sei noch gepr\u00e4gt worden von dem, was seine Mutter und Gro\u00dfmutter ihm von den alten Lehren ihres Volks erz\u00e4hlt h\u00e4tten. In der Schule jedoch habe er nicht nur D\u00e4nisch gelernt, sondern sei auch mit der sogenannten modernen, zivilisierten Lebenseinstellung konfrontiert worden.<br \/>\nIn seinem Studium wird er als europ\u00e4isches Kind der 60er-Jahre politisch sozialisiert und k\u00e4mpft f\u00fcr die politischen Rechte seines Volks, die bis heute \u2013 in unterschiedlichen Graden \u2013 in allen Staaten der Arktis missachtet werden. Betrachtete der alte Kolonialismus die Arktis als Land ohne Volk, aber voll von zu erbeutenden Bodensch\u00e4tzen, so hat sich daran bis heute nicht viel ge\u00e4ndert. Die Arktis ist voller Erd\u00f6l und Erdgas und f\u00fcr unsere energiehungrige Gesellschaft ein Eldorado, das es \u2013 mehr denn je \u2013 zu pl\u00fcndern gilt. Angaangaq wurde zum Aktivisten und Sprecher von indigenen Gruppen, die auf nationaler und internationaler Ebene um ihr Recht auf Selbstbestimmung k\u00e4mpfen.<br \/>\nSp\u00e4ter ging er nach Kanada und auch in die USA, wo er f\u00fcr die Vereinten Nationen arbeitete. Doch er machte die Erfahrung, dass sich durch die politische Arbeit nichts Wesentliches ver\u00e4nderte, vielmehr wurde ihm bewusst, dass Politik darauf beruht, die Menschen auseinanderzudividieren: Jede politische Gruppe k\u00e4mpft f\u00fcr ihr Partikularinteresse und verunglimpft die jeweils andere, die als Gegner angesehen wird.<br \/>\nEr konnte in seinem politischen Aktivismus schlie\u00dflich keinen Sinn mehr erkennen und erinnerte sich an die Lebensweisheiten seiner Mutter und Gro\u00dfmutter und an das spirituelle Wissen seines Volks, das dem Wissen um Naturabl\u00e4ufe und der Achtung vor Mutter Erde entspringt. Sicher k\u00f6nnten wir nicht alle zu einer urspr\u00fcnglichen l\u00e4ndlichen Lebensweise zur\u00fcckkehrten, bekr\u00e4ftigt er, aber wir m\u00fcssten die spirituelle Weisheit der traditionellen V\u00f6lker mit dem unglaublichen Wissensschatz der modernen Welt verbinden, um eine lebenswerte Zukunft m\u00f6glich zu machen.<br \/>\nDabei sei es vor allem wichtig, dass die Menschen sich wieder mehr nach innen wenden, um dort ihren ureigenen Weg zu finden. Denn jeder Mensch habe eine Aufgabe, die er in sich selbst suchen m\u00fcsse und die nicht von der Gesellschaft diktiert werden solle und k\u00f6nne.<br \/>\nSeine eigene Aufgabe sieht er darin \u2013 wie es schon seine Mutter und Gro\u00dfmutter getan haben \u2013, im Sinn eines traditionellen Heilers Menschen zu helfen, sich ihres spirituellen Ursprungs zu erinnern. Was denn das genau bedeute, m\u00f6chte ich wissen. Der Heiler in der traditionellen Gemeinschaft sei Geschichtenerz\u00e4hler und Tr\u00e4ger der \u201eQilaut\u201c, einer \u201eWindtrommel\u201c. Mit Geschichten, Ges\u00e4ngen und dem Klang der Trommel, der an einen Herzschlag erinnere, verbinde er die Menschen immer wieder mit ihrem innersten Wesen.<\/p>\n<p><strong>Kulturkreative Gesellschaft<\/strong><\/p>\n<p>Angaangaq versteht sich heute nicht nur als Botschafter der arktischen Ureinwohner, die ihn zu ihrem \u00c4ltesten erkoren haben und deren tiefe Weisheit und Liebe wie auch ihre Freude an den nat\u00fcrlichen Rhythmen der Natur er an alle Menschen weitergeben will, sondern auch als Teil einer kulturkreativen Bewegung, deren Weltbild ebenso durch ganzheitliche spirituelle Erfahrungen gepr\u00e4gt ist. Er ist aktiv in unz\u00e4hligen Organisationen, in denen sich Menschen zusammengefunden haben, die das alte, materialistisch gepr\u00e4gte Denken in Frage stellen: zum Beispiel im World Wisdom Council des Club of Budapest, eine Initiative des Systemtheoretikers und Philosophen Ervin Laszlo, in dem Wissenschaftler zusammen mit K\u00fcnstlerinnen und Menschen aus spirituellen Traditionen nach L\u00f6sungen f\u00fcr die Menschheitsprobleme suchen, oder auch im Ausschuss f\u00fcr Spiritualit\u00e4t und Religion in den Vereinten Nationen. Und so treffe ich Angaangaq immer wieder auf Veranstaltungen der Zivilgesellschaft: auf dem Kirchentag in Hannover, wo er unter anderem mit der Friedensnobelpreistr\u00e4gerin Wangari Maathai auftritt, um f\u00fcr eine gerechte Welt zu pl\u00e4dieren oder letztes Jahr in Berlin beim Treffen der Initiative \u201eDropping Knowledge\u201c, wo hundertundzw\u00f6lf Menschen aus den Bereichen Wissenschaft und Kunst und Vertreter indigener und traditioneller Gruppen sich auf dem August-Bebel-Platz an einem riesigen runden Tisch versammelten, um 100 Fragen zu den brennendsten Problemen dieser Welt zu beantworten. Da sitzt er dann neben der Menschenrechtsaktivistin Bianca Jagger, dem Filmemacher Wim Wenders, der Maori-\u00c4ltesten Pauline Tangiora und dem Physiker Hans-Peter D\u00fcrr und vielen anderen, um sich Fragen zu widmen, wie: \u201eWenn wir soviel Nahrung produzieren, dass wir alle Menschen auf dieser Welt ern\u00e4hren k\u00f6nnten, warum tun wir das dann nicht?\u201c<br \/>\n\u201eJa, die Erde produziert genug Nahrung f\u00fcr alle, aber sie wird nicht gerecht verteilt. Menschen sterben in Darfur an Hunger, doch wir tun nichts dagegen.\u201c Und er erinnert daran, wie \u00fcberladen die Buffets in seinem Hotel in Berlin seien, w\u00e4hrend woanders Kinder an Hunger sterben.<br \/>\nIn Bad Kissingen auf einer Konferenz mit dem Titel: \u201eDer Neue Geist in der Wirtschaft\u201c wird er von Prof. Franz-Theo Gottwald eingeladen, von den Leiden seines Volks zu berichten. Angaangaq verweist auf die enorme Umweltverschmutzung der Meere, die dazu gef\u00fchrt hat, dass sich hochtoxische Substanzen in der Nahrungskette angesammelt haben, so dass es den M\u00fcttern dort seit Jahren untersagt ist, ihre Kinder zu stillen, da ihre Muttermilch vergiftet ist. Unglaubliche Fakten, die wir kaum zur Kenntnis nehmen, und wenn doch, werden meist nur eine Menge Resolutionen verfasst, die kaum nennenswerte Folgen haben.<br \/>\nDoch Angaangaqs Worte klingen nie wie Anklagen, gegen die man sich zur Wehr setzen muss, sondern ersch\u00fcttern uns in der Tiefe unseres Herzens, wenn er dann seine gro\u00dfe Qilaut-Trommel schl\u00e4gt und der klagende Gesang eines gequ\u00e4lten Volks uns den Spiegel vorh\u00e4lt, in dem wir uns selbst erkennen.<br \/>\nSeit der Klimawandel in aller Munde ist, wissen auch wir, dass das Eis im Norden so d\u00fcnn geworden ist, dass Eisb\u00e4ren ertrinken, weil sie die n\u00e4chste Scholle nicht mehr erreichen. Eine alte Prophezeiung des Volks der Kalaallit besagt, dass wenn das steinharte Eis der Gletscher so weich geworden ist, dass die Hand eines Menschen einen Abdruck darauf hinterl\u00e4sst, Mutter Erde in Gefahr sei. Dass sich dies noch zu seinen Lebzeiten erf\u00fcllen k\u00f6nnte, hat Angaangaq nie f\u00fcr m\u00f6glich gehalten. Doch schon vor 15 Jahren berichtete ihm jemand aus seinem Volk von einem Rinnsal von schmelzendem Eiswasser am Nordkap in Norwegen. Dieses Rinnsal habe inzwischen die Gr\u00f6\u00dfe eines Flusses erreicht, und es g\u00e4be auch Berichte von nie geh\u00f6rten Ger\u00e4uschen, die von abbrechenden Eisgletschern Zeugnis geben.<br \/>\n\u201eDas Eis schmilzt,\u201c sagt Angaangaq. \u201eWir wissen es, wir wissen auch, dass es \u00dcberschwemmungen gibt und dass weitere kommen werden, und es wird uns alle betreffen, denn wenn das Eis in Gr\u00f6nland schmilzt und sich diese ungeheuren Mengen Wasser ins Meer ergie\u00dfen, ver\u00e4ndert sich auch das Stromgleichgewicht im Ozean. Der Golfstrom, der Europa ein ausgeglichenes Klima beschert, k\u00f6nnte verschwinden, was vielleicht eine neue Eiszeit zur Folge h\u00e4tte.\u201c Vom Klimawandel reden inzwischen alle, Politiker halten Reden, treffen sich auf unz\u00e4hligen Konferenzen und produzieren eine Menge Papier, doch Angaangaq ist \u00fcberzeugt: Es geschieht viel zu wenig. Er will, dass die Menschen in den industrialisierten L\u00e4ndern aufwachen, dass sie in ihren Herzen f\u00fchlen, welchen Schaden sie angerichtet haben und immer noch verursachen. \u201eDoch wann wollen sie endlich aufwachen\u201c, fragt er mich und sich selbst. \u201eWollen sie abwarten, bis die erste Etage ihrer Wolkenkratzer \u00fcberschwemmt wird oder bis die f\u00fcnfte erreicht ist?\u201c<\/p>\n<p><strong>Auf das Herz h\u00f6ren<\/strong><\/p>\n<p>Ob er denn angesichts all dieser schrecklichen Dinge noch Hoffnung habe, frage ich ihn. \u201eOh ja,\u201c antwortet er, \u201eich bin nichts als Hoffnung!\u201c<br \/>\nSeine Mutter habe ihn oft in Kanada besucht, und diese kleine, bescheidene Frau aus einem kleinen Dorf hoch im Norden der Welt habe mit ihrer einfachen Herzlichkeit die Menschen oft zum Weinen gebracht. \u201eDu musst den Menschen eine Chance geben, sich zu ver\u00e4ndern,\u201c habe sie ihm gesagt. \u201eDu musst das Eis in ihren Herzen schmelzen!\u201c Sie glaubte, dass diese dann ihr ungeheures Wissen endlich weise und zum Wohl aller Menschen und der anderen Lebewesen anwenden w\u00fcrden.<br \/>\nAngaangaq \u2013 der Name bedeutet \u201eder Mann, der aussieht wie sein Onkel\u201c \u2013, ist \u00fcberzeugt, dass die spirituelle Tradition seines Volks als Botschaft f\u00fcr die gesamte Menschheit wieder an Kraft und Ausstrahlung gewinnen kann. \u201eDie gr\u00f6\u00dfte Entfernung in der menschlichen Existenz ist nicht die zwischen Nordpol und S\u00fcdpol, die gr\u00f6\u00dfte Entfernung ist zwischen dem Verstand und dem Herzen des Menschen,\u201c sagte einst sein Vater zu ihm. Diese Distanz will er \u00fcberwinden, versichert Angaangaq und nimmt wieder seine gro\u00dfe Windtrommel, die Qilaut, um mit seinem Gesang die Herzen der Menschen zu schmelzen.<\/p>\n<p>Von Farah Lenser<br \/>\nKontakt: <a href=\"https:\/\/www.farah-lenser.de\/de\/person.html\" target=\"_blank\">www.farah-lenser.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angaangaq bezeichnet sich selbst als Eskimo, und als ich ihn das erste Mal sehe, wie er in traditionellem Gewand, mit einem Fell bekleidet, die gro\u00dfe Trommel schl\u00e4gt und dazu mit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":2737,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,41],"tags":[],"class_list":["post-2736","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-presseartikel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/icewisdom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2736","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/icewisdom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/icewisdom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/icewisdom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/icewisdom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2736"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/icewisdom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2736\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2904,"href":"https:\/\/icewisdom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2736\/revisions\/2904"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/icewisdom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2737"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/icewisdom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2736"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/icewisdom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2736"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/icewisdom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2736"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}